Die Dosis macht die Medizin, die Dosis macht das Gift – reizendes Thema

If you don`t use it, you loose it.
Setze ich meinem Körper keine Reize, dann hat er auch keine Veranlassung sich anzupassen.

Was bringt mir eine gute Ausdauer????

Ermüdungswiderstandsfähigkeit steigt
Ermüdungstoleranz steigt
Ich erhole mich schneller von einer Ermüdung.

Wie wirkt sich Ausdauer auf meinen Körper aus:

Das Herz arbeitet ökonomischer. (Ruhe- und Arbeitspuls sinkt)
Der Herzmuskel braucht weniger Sauerstoff. Das Schlagvolumen steigt.
Der Herzmuskel vergrößert sich ökonomisch.
Das Blutvolumen nimmt zu.

Die Kapillarisierung im Skelettmuskel nimmt zu, die Blutverteilung im Muskel verbessert sich.

Die Fläche der gasaustauschenden Alveolen in der Lunge vergrößert sich. Die Durchlässigkeit für Sauerstoff wird größer. Die Atmung wird ökonomischer.

Der Energiestoffwechsel verbessert sich.

……….

Zusammengefasst, der Körper passt sich an die Herausforderung an. = Training

Wie weit kann ich meinen Körper ausreizen, was ist möglich?

Jeder Mensch hat eine autonom geschützte Reserve. Dabei handelt es sich um Leistungen die zur völligen Erschöpfung führen.

Wann brauch ich diese Leistung?

z.B. wenn mein Leben bedroht ist. Ist der Säbelzahntiger hinter mir her geht es ums Überleben, also kämpfen, rennen. Um banale Dinge wie Immunsystem, Entzündungen, Verletzungen kümmert er sich dann später, wenn die Gefahr gebannt ist.

Im Sport braucht man schon eine ausgeprägte Willenskraft um diese autonom geschützte Reserve (Mobilisationsschwelle) zu nützen.
Diese Mobilisationsschwelle lässt sich trainieren. D. h. ein hoch motivierter Sportler wird sich leichter tun an dieser Schwelle zu kratzen, als ein wenig trainierter Sportler.

Um aber auch einen Trainingseffekt zu haben, braucht der Körper die Chance zur Reparatur. Dann kann er sein Niveau auch höher schrauben. Es könnt ja wieder ein Säbelzahntiger angreifen, und der ist vielleicht schneller.

Gebe ich dem Körper nicht die Zeit zur Anpassung steigt meine Verletzungsanfälligkeit, mein Immunsystem wird schwächer.

Die Dosis macht die Medizin, das Gift.

Bin ich permanent im Wettkampfmodus gewöhnt sich der Körper an die Wettkampfsituation und kann sich nicht mehr ausreichend motivieren. D. h. vielleicht gibt’s eh keine Säbelzahntiger mehr, bis jetzt hat mich keiner erwischt.

Mit Wettkämpfen sammelt man Erfahrung und auch eine gewisse Härte, aber wie schon vorher geschrieben, die Dosis macht die Medizin.

Wann erreiche ich die optimale Reizschwelle????

Einer der schwierigsten Fragen. Man kann sie nicht mit km, oder Zeit beantworten.

Es hängt ab von genetischen Bedingungen, Alter, Trainingsalter, Trainingserfahrung, berufliche Belastung, …..

Bei einem fängt mit einem bestimmten Umfang das Training erst an, der andere ist damit schon überfordert.

Ist dein Bewegungsablauf nicht mehr technisch korrekt, kannst du deine Muskeln nicht mehr ökonomisch bewegen, fängt dein Körper an zu kompensieren, dann wird es Zeit dein Training zu beenden. (Kompensationen führen langfristig zu Verletzungen)

Schläfst du schlecht, Nachtschweiß, Müdigkeit, Herzdruck, Herzklopfen, beschleunigter Ruhepuls, Atemschwierigkeiten, zittern, schlechte Erholungsfähigkeit, innere Unruhe, Depression…..dann solltest du klären ob du dich nicht vielleicht im Übertraining befindest.

Die Dosis macht die Medizin, das Gift.