Was hat die Schulter mit Laufen zu tun??? (Wir laufen ja mit den Beinen)

Bei der Haltungsanalyse schaut man sich von der Seite an ob Ohr – Schultergelenk – Ellbogengelenk – Kniegelenk – Fußgelenk im Lot sind.

Bei sehr vielen ist es nicht so. Das Ohr befindet sich sehr oft vor dem Schultergelenk.

Ein verspannter Oberkörper verursacht das sogenannte Upper-Cross-Syndrom. Ein nach vor gebeugtes, geducktes, die Schulter nach vor gezogenes schlaffes Erscheinungsbild, das mit explosiven Bewegungen und einer effektiven Atmung absolut unvereinbar ist.

Viele haben die Schultern meist unbewusst nach vorne gezogen. Wenn man lange sitzt, Rucksäcke trägt, bei langen Läufen, viel am Rad sitzt….

Das Problem ist eine unbewegliche Brustwirbelsäule, ein falsches Bewegungsmuster entsteht, das bis in den ganzen Rumpf geht.
Prävention: Innenrotatoren (Brust, Latissimus) gehören gedehnt. Wobei ich eher gegen passives statisches Dehnen bin.

Zu passives statisches Dehnen: Passiv wäre z.B. das typische vordere Oberschenkel Dehnen wobei ich mit meiner Hand den Fußknöchel umfasse und ich den Fuß zum Po drücke. D.h. die Oberschenkelrückseite (Gegenspieler) muss keine Kraft aufwenden und der Zug geht nur in eine Vektorrichtung. Das ist für mich nicht funktionell. Bewegung findet in vielen Richtungen statt. Ich ziehe den Muskel nur in einen bestimmten Winkel und das nicht mal mit eigener Kraft. Also wenn dehnen, dann mit möglichst vielen Vektorpositonen und mit der Kraft des muskulären Gegenspieler. Der Körper muss das Ausmaß der auftretenden Dehnung spüren, Energie speichern und den Muskel wieder in die Ausgangsposition zurückbringen.
Für dynamische Balance brauche ich Stabilität, Mobilität, Kraft und Schnellkraft im richtigen Verhältnis. Wobei ein Sprinter eine andere dynamische Balance braucht (viel Plyometrisches Training), als ein Langstreckenläufer (sollte natürlich auch beweglich sein, braucht sie aber nicht so explosiv)(das ist halt meine Meinung zum funktionellen Dehnen)

Außenrotatoren (Muskeln des oberen Rücken, Rotatorenmanschette, Schultern) kräftigen. Viele Zugübungen machen. (TRX, Theraband……)

Schaut zwar blöd aus, aber bei längeren Läufen die Hände in die Höhe strecken (wie wenn man Früchte vom Baum pflückt) um nicht so zusammengesackt zu laufen.

Beim Laufen kann man sich Kolben vorstellen, die sich auf und ab bewegen.

Auf der einen Seite streckt sich das Hüftgelenk voll durch, auf der anderen Seite werden die Gelenke (Hüft-, Knie- und Sprunggelenk) gebeugt.

Dabei ist ein harmonisches Zusammenspiel vom gesamten Rumpf und Beine (Energie speichern und frei zusetzen) entscheidend.
Nur wenn die Schultern und Nacken entspannt sind können sich die Arme frei bewegen.

Effizient ist es wenn die Ellenbogen im 90 Grad Winkel seitlich am Körper pendeln. Nicht vor dem Körper (macht man wenn man schwache Rhomboiden – Muskel zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt hat)

Hat man Schulterprobleme, beeinträchtigt das die Fähigkeit Spannung im Rumpf zu halten, während die Arme Kraft erzeugen.