Sensomotorisches Training – Was ist das???

Sensorik ist die Reizaufnahme über Rezeptoren und die Weiterleitung und Verarbeitung im Gehirn.
Unter Motorik versteht man die Weiterleitung vom Gehirn an die Muskulatur in eine Bewegung.
Und Training ist Leistungsverbesserung durch gezielte Übungen.
Das Ziel eines sensomotorischen Trainings ist die Stabilisierung von Haltung und Bewegung. Die relevanten Muskeln sollen präzise angesteuert werden.
Wie werden Gelenke stabilisiert?
Passiv durch Knochen, Bändern und Kapseln, aktiv durch Muskeln und Sehnen. Weiteres durch Propriozeptoren die Reize aufnehmen und sie über Nervenbahnen ans Gehirn weiterleiten.
Jeder hat sich schon Mal das Sprunggelenk überdehnt. Durch ein gezieltes Training an den kleinen Muskeln, die das Fußgelenk stabilisieren, können wir erreichen, dass diese Muskeln bei Belastungen stärker aktiviert werden. Ein stabileres Sprunggelenkt dient somit der Vorbeugung vor Verletzungen.
Schon im Bereich der Ansteuerung kann man Effekte des sensomotorischen Trainings feststellen. Es verbessert die Reflexgeschwindigkeit und führt zu früherer und stärkerer Aktivierung der gelenksstabilisierenden Muskeln.
Wir sind ständig der Schwerkraft ausgesetzt, das bedeutet wir müssen stets Muskelaktivität aufbringen, um unsere Gelenke in entsprechenden Positionen zu stabilisieren.
Wie trainiert man Stabilisatoren?
Die Aufgabe von Stabilisatoren ist eher Bewegung zu verhindern. Dies erfordert hohe Konzentration, Eigenwahrnehmung, Bewegungslernen, Bewegungssteuerung und Feedback.
Ausgehend von einer stabilen Grundposition, wird über Reize von außen versucht, diese Stabilität zu stören und damit Reaktionen der lokalen Stabilisatoren zu provozieren. Das kann sein Zehenstand, Einbeinstand, Anheben eines Arms/Beins, instabile Unterlage, geschlossene Augen….