Haltungsanalyse – Ist alles im Lot?

Ein weiteres Testpaket bei einem Erstgespräch ist die Haltungsanalyse.

Die Haltungsanalyse hilft mir ein Bild vom Muskelverhalten des Sportlers zu erstellen und daraufhin Übungen auszuarbeiten.

 

Unser bisheriges Leben hinterlässt Spuren in unserer Körperhaltung. Sitze ich viel, fahre ich viel mit dem Rad, ist mein Kopf immer zur gleichen Seite gedreht, wenn ich in den Computerbildschirm schaue, habe ich immer das gleiche Bein beim Sitzen um das andere überkreuzt (vor allem bei Frauen eine Angewohnheit)…dann kann das Auswirkungen auf die Muskulatur haben.

Sind Muskeln schwach oder verspannt ist die Körperhaltung nicht mehr im Lot, dann benötigen Muskeln einen erhöhten Energieeinsatz, um das Ungleichgewicht auszugleichen. Fehlhaltungen wirken sich natürlich auch auf die Laufleistung aus.

Die Haltungsanalyse wird im Stehen gemacht. Man sieht  ob die Gelenke im Lot sind. Weicht das Lot sehr weit von den Gelenkspunkten ab, sieht man in welcher Weise nur ein Teil einer Muskelgruppe arbeitet, ohne von einer anderen unterstützt zu werden.

 

Es gibt Muskelgruppen die zu schwach ausgebildet sind und es gibt Muskelgruppen die eher verspannen. Die Muskelgruppe die schwächer ist wird auf Grund der Analyse aufgebaut . Dadurch wird die Gegenseite durch die Bewegung  detonisiert. Durch das Auftrainieren der schwachen Muskelgruppe wird ein ausgeglichenes Verhältnis der Spannung beiderseits  erzielt.

Hat z. B. jemand einen Rundrücken, dann hat sich die Brustmuskulatur dadurch verkürzt (verspannt ). Man wird man zuerst den schwachen Rücken trainieren und danach die Brustmuskeln aufbauen.

Hat jemand eine stärkere vordere Oberschenkelmuskulatur, kann es zu Knie- und Rückenbeschwerden kommen, die durch Auftrainieren der hinteren Oberschenkelmuskulatur gelindert bzw. verhindert werden kann. Eine stabile Rücken- und Bauchmuskulatur beugt Verspannungen und Zerrungen der Beine vor.

Wie schaut die Stabilisation des Rumpfes aus.

Besteht eine extreme Streckung oder eine extreme Beugung des Rumpfes.

Der Rumpf bildet einen Zylinder (oben das Zwerchfell, unten der Beckenboden, seitlich die quere Bauchmuskulatur)  für die Atmung.

 

Ist das Körpergewicht gleichmäßig auf beiden Füßen verteilt.

Ist das Körpergewicht vorne/hinten gleich oder Zehen belastet.

Wie verhalten sich die Körperteile zueinander.  Scheint jeder Körperteil im Hinblick auf die anderen im Gleichgewicht.

Ist der Brustkorb über dem Becken zentriert.

Sein die Arme gleich weit vom Rumpf entfernt.

Stehen die Gelenke in ihrer neutralen Ruheposition oder finden sich Fehlstellungen.

Ist der Muskeltonus an  irgendeiner Stelle erhöht oder erniedrigt.

Bei einer Haltungsanalyse wird die Körpervorderseite, Rückseite und die seitliche Haltung begutachtet.

Kann man eine funktionelle Beinlängendifferenz feststellen: z.B. weil z. B. seitliche Unterschiede in der ischiokruralen  Muskulatur besteht, Kniegelenk nur eingeschränkt gestreckt werden kann, ungleich abgesunkenes  Fußgewölbe hat, ein Hüftgelenk ein eingeschränkte Streckungsfunktion hat.

Kann die Beinachse ausreichend stabilisiert werden?

Besteht ein genum varum (o-Beine), genum valgum (x-Beine)

Wie schaut die Fußstellung aus. Die Fußstellung hängt auch mit der Hüfte zusammen.

Wie schaut die  Beckenstellung aus.  Wie verhalten sich Hüftstrecker, Hüftbeuger zueinander.

Wie verhält sich das Knie. Die Knieposition wirkt sich auf Stellung von Hüfte und Sprunggelenk aus.

Wie weit kann die Muskulatur von Fuß, Knie, Hüfte stabilisieren.

Der Fuß braucht Stabilität um das Gewicht des Körpers zu tragen. Er braucht Mobilität um sich an den Grund anzupassen, er muss auf Gleichgewichtsänderung reagieren, er muss Fußdrehungen beim Gehen und Laufen zulassen.

Werden beide Füße gleich belastet? Wie ist das Gewicht zwischen Rück- und Vorfuß verteilt.

Wie schaut die Gesamthaltung aus. Führen ein geringer Muskeltonus zu s.g. hängenden Gelenke.