Bewegungsanalyse

Der 3. Test bei meinem Erstgespräch ist eine Bewegungsanalyse.

Du bekommst Bewegungsaufgaben, und ich schaue mir an wie du die Bewegungsaufgabe löst oder wie du dich durchschwindelst.

Bewegung ist immer ein Zusammenspiel von Haltung und Kontrolle.

Ist man in einer Richtung überbeweglich, besteht eine Asymetrie, dann ist man anfällig für Verletzungen.

Habe ich z. B. schwache Abduktoren, dann werden die Oberschenkel  eher nach innen rotieren und bei der Bewegung zur Mitte wandern, das kann zu Überlastung der Knie führt.

Habe ich zu schwache Hüften (bei Beugung und Streckung), dann muss die Lendenwirbelsäule sehr viel kompensieren.  Es kommt zu Zerrungen im hinteren Oberschenkel. (sitzender Laufstil)

Beim Test des Hürdenschrittes beobachte ich Symetrie, Mobilität von Fuß-, Knie-, Hüftgelenk. Stabilität von Fuß-, Knie-, Hüftgelenk und Wirbelsäule.

Wie (ob) die tiefen Beugemuskeln arbeiten, oder andere Muskeln eingesetzt werden um die Hüfte zu heben. Mangelnde Hüftbeweglichkeit  führt zu einer übermäßigen Beckenbewegung.

Test gerader Ausfallschritt mit Kniebeuge: Passt die Mobilität und Stabilität, sowie das Gleichgewicht in beiden Beinen?

Wie schauen deine koordinativen Bewegungen aus?

Gibt es eine bessere Seite?

Wie schaut es mit deinem dynamischen Gleichgewicht aus?

Muss der tensor fasciae latae zu viel arbeiten, weil der Gluteus zu schwach ist?

Ist die Hüfte zu mobil, hat aber eine schlechte Stabilität, dann kann es zu Rückenproblemen kommen.

An einer Überkopfkniebeuge kann man schon sehr viel sehen:

Gibt es grundsätzliche Stabilitätsprobleme. (Der Körper lässt nur Bewegungen zu die er stabilisieren kann)

Wird das Knie zuerst nach vorne geschoben , weil die Mobilität der Fußgelenke ausgereizt ist?

Was hindert die Muskulatur am tiefen absinken. Ist die ischiocrurale Muskulatur flexibel genug oder wird die mangelnde Flexibilität durch Beckenkippen kompensiert.

Gibt es beim Maximum-Step-Test Unterschiede auf einer Seite.

Iliopsoas Test: Wie wird kompensiert wenn das Bein in der Hüfte gebeugt wird. Wie reagiert die Lendenwirbelsäule? Gibt es seitliche Unterschiede.

Test Ein-Beinheben: Kippt das Becken? Wo befindet sich die Kniescheibe? Wie verhält sich die Wirbelsäule? Krallen die Zehen ein?

Beintest in der Rückenlage:  Beweglichkeit Hüftgelenk, Elastizität der Muskeln, Fascie Oberschenkel.

Welche Spannung haben Gesäß, Rücken, Kniekehlen? Gibt es seitliche Unterschiede.

Manchmal wird es auch nötig sein dich zu einem Therapeuten oder Arzt weiterzuschicken.

Entsprechend der Tests wird ein Übungsprogramm zusammengestellt um Schwächen auszugleichen.

Grundsätzlich geht es darum herauszufinden warum der Sportler die Bewegung so macht, wie er sie macht. Ob es ein Ansteuerungsproblem ist, oder eine muskuläre Schwäche. Ob es an der Beweglichkeit mangelt. Ob es seitliche Unterschiede gibt…..

Kompensation führt auf Dauer zu Verletzungen und das kann sich von einem Problem zum nächsten ziehen. Wie eine Endlosschleife. Daraus gilt es auszubrechen bzw. vorzubeugen.